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Blutegel

Der medizinische Blutegel  wird humantherapeutisch traditionell bei sogenannten ausleitenden Heilverfahren eingesetzt.

Wirkmechanismus

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse wird die Wirkung der Blutegeltherapie weniger über den Blutentzug als über die Zusammensetzung des Speichels definiert. In der Saliva (Speichel) wurden an die 200 Substanzen entdeckt, von denen einige eindeutig als Wirkstoffe im klassischen Sinn des Arzneimittelbegriffs bezeichnet werden. u.a.Hirudin, Hirustasin (Durchblutungsförderung und Entzündungshemmung), Calin, Destabilase, Hyaluronidase, Egline, Bdelline, Apyrase, Kollagenase, Destabilase, Hämentin, Serotonin, Orgelase, LDTI.

Foto Biebertaler Blutegelzucht GmbH

Foto Biebertaler Blutegelzucht GmbH

Mit Hilfe der an den Schmerzzonen angesetzten Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) erreicht man häufig die Beseitigung von Schmerz und Schwellungszuständen. Die Durchlässigkeit des Bindegewebes wird verbessert, Entzündungen können abklingen und es kann ein verbesserter Austausch im arteriellen, venösen und lymphatischen System erfolgen.

Die Wirkungsweise der Blutegel wird beschrieben als: Blut verdünnend, entzündungshemmend, Blutentzug, Lymphstrom beschleunigend, Schmerz stillend.

Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) wurden schon vor Jahrtausenden eingesetzt und gerieten zwischenzeitlich als Heilmittel in Vergessenheit. Heute wird der medizinische Blutegel in meiner Praxis in Sundern (Sauerland) regelmäßig humantherapeutisch eingesetzt.

Die Methode gewinnt durch Forschungsarbeiten in der Unfallchirurgie (z.B. Replantationschirurgie), bei venösen Erkrankungen (z.B. oberflächlichen Venenentzündungen) und bei Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Kniegelenksarthrose) zunehmend an Bedeutung.

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/blutegel102.html

Bei welchen Erkrankungen werden medizinische Blutegel in meiner Praxis  eingesetzt?Young couple hiking in nature. Sport and exercise.

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, Kniearthrosen, Tennisellenbogen,
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • akuter Gichtanfall, chronische Gichterkrankungen der Gelenke
  • Daumensattelgelenksarthrosen
  • Venöse Erkrankungen, Besenreiser und Krampfadern,akute Thrombophlebitis
  • variköser Symptomenkomplex, post-thrombotisches Syndrom (mit begleitenden Stauungsschmerzen)
  • nach Herpes Zoster (Gürtelrose),
  • arterielle Hypertonie bei erhöhtem Hämatokrit,
  • Hämorrhoidalsyndrom und (Peri-) Analthrombose,
  • akute und chronische Osteomyelitis,
  • Wundheilungsstörungen durch postoperativen Lymph- und venösen Rückstau in der Traumatologie (z.B. Handchirurgie) und plastischen Chirurgie
  • offenes Bein
  • Hämatome
  • Hämorrhoiden
  • Muskelverhärtungen
  • schuppende, borkige oder nässende Hautveränderungen, die nicht auf andere Behandlungsmethoden reagieren (bösartige Hautveränderungen müssen zwingend  ausgeschlossen werden können)
  • chronische Entzündungen

Studienlage

In einer Langzeitstudie mit 400 Kniearthrosepatienten führte die einmalige Behandlung bei 85 % der Patienten zu 3 bis 12 Monate anhaltenden positiven Therapieeffekten. Davon berichteten weniger als 10%  über einen Therapieeffekt erst nach 2-maliger Behandlung.
Nur bei 15% der Patienten war keine signifikante Wirkung erkennbar. (Lauche, Cramer, Langhorst & Dobos).

Wann dürfen medizinische Blutegel nicht eingesetzt werden? (Kontraindikationen)

  • Hämorrhagische Diathesen bzw. Hämophilie („Bluterkrankheit“), sowie Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z.B. Marcumar®, Falithrom®, Comadin®) oder verminderte Blutplättchen (Thrombozytopenie) u.a. akute Magen- oder Darmgeschwüre
  • Deutliche Blutarmut (Anämie, Hb unter 10 g/dl)
  • Erhebliche Immunschwäche (AIDS, Chemotherapie, etc.)
  • Schwere chronische Erkrankungen (Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium, langjährige Dialyse bei Nierenerkrankungen, etc.)
  • Fortgeschrittene periphere Gefäßerkrankungen (pAVK ab Stadium III)
  • Ausgeprägte Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, bösartige Hautveränderungen, Hautkrebs etc.)
  • Bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe (Hirudin, Histamin, etc.)
  • Aspirin® sollte 5-10 Tage vor einer Behandlung nach Rücksprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker nicht eingenommen werden

Bitte bringen Sie, falls vorhanden, Ihre aktuellen Laborwerte mit. Gern können wir aber auch in meiner Praxis ein Blutbild erstellen.

Ist der Einsatz des Blutegels schmerzhaft, gibt es Nebenwirkungen?

Foto Biebertaler Blutegelzucht GmbH

Foto Biebertaler Blutegelzucht GmbH

Der Biss eines Blutegels ist nicht sonderlich schmerzhaft. Allenfalls werden die Bisse wie „Brennnesselstiche“, Insektenstiche, leichtes Ziehen oder als „Spritzeneinstich“ beschrieben. Das ist auch logisch, denn der kleine Sauger hat in der freien Natur wenig Interesse daran, von seinem „Opfer“ bemerkt und abgeschüttelt zu werden. Der Blutverlust beträgt pro Egel etwa 40 ml. Ich setze je nach Indikation und Konstitution meiner Patienten durchschnittlich 6 bis zu max. 10 Blutegel pro Behandlung.

Mögliche, aber sehr seltene Komplikationen

  • Ausgeprägte Blutung (verlängerte und starke Nachblutung)
  • Juckende Hautrötung um die Bissstellen (allergisch oder allergie-ähnlich)
  • Wundinfektion (z.B. Erysipel) sehr selten (wird in seltenen Fällen durch Kratzen an der Wunde hervorgerufen)
  • Vorübergehender Gelenkerguss, lokale Schwellung, oder regionale Lymphknotenschwellung.
  • Pigmentstörungen, Vernarbungen und oder kleine Papeln an der Bissstelle.

Bitte beachten Sie: Ohne arzneimittelrechtliche Herstellungs-Erlaubnis dürfen Blutegel nicht in Verkehr gebracht werden.

Der von mir verwendete medizinische Blutegel wird in Deutschland kultiviert und darf aus hygienischen Gründen nur einmal eingesetzt werden. Der medizinische Blutegel gilt rechtlich als Arzneimittel. Damit unterliegt der Blutegel den gleichen Sicherheitsstandards wie alle anderen zulassungspflichtigen Arzneimittel.

Blutegel, die ohne arzneimittelrechtliche Zulasssung z. B. im Internet, vermeintlich billig gehandelt werden, bergen ein unkalkulierbares Infektionsrisiko.

Im Zweifel sollten Sie sich die Registrierungsnummer des gültigen GMP-Überwachungszertifikats (Good Manufacturing Practice) der zuständigen Arzneimittelbehörde nennen lassen. Bei medizinischen Blutegeln, die über eine arzneimittelrechtliche Autorisierung verfügen, ist zwingend die Beifügung einer Packungsbeilage erforderlich. Fehlt diese, kann es sich nicht um rechtskonforme Arzneimittel handeln. Verantwortlich für die rechtlich ordnungsgemäße Therapiedurchführung gegenüber dem Patienten ist der behandelnde Heilpraktiker oder Arzt. Dies betrifft auch die Rechtskonformität des verwendeten Arzneimittels.

Qualitätssicherungskonzept, Vor- und Nachsorge

Die Therapie mit Blutegeln gehört in die Hände erfahrener und ausgebildeter Therapeuten. Für eine sichere Behandlung gibt es ein Qualitätssicherungssystem, dessen Einhaltung das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen und unerwünschter Arzneimittelwirkungen reduziert, bzw. ganz verhindert. Das Konzept der Qualitätssicherung beinhaltet die Zwischenhaltung der Blutegel vor der Anwendung, bis zur Vorbereitung der Blutegel für die Therapie. Dazu gehört auch das Konzept der Patientenführung mit Vorsorge, Behandlungsdurchführung und Nachsorge.

Ich berate Sie gern persönlich ausführlich über den Einsatz der Blutegel in Sundern